4302 – Durch chemisch – irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte obstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

 

Todesfälle p. a.

20 08: N = 34
20 09: N = 18
20 10: N = 16
20 11: N = 20
20 12: N = 20
20 13: N = 27
20 14: N = 29
20 15: N = 24

Die maßgebliche Zuständigkeit für die Prävention nach dem SGB VII liegt beim Berufskrankheiten-Bundesministerium (BMAS-Abtlg. III/IIIb1).

 

Klinische Zuordnung: Pneumologie

Amtliches Merkblatt (BMAS):
Müsch, Berufskrankheiten, WVG 2006, S. 345-348

Anmerkungen

I
Asbest-Arbeiterbronchtis:
BK-Anzeige wegen entsprechender Merblatt-Vorgabe:
„I. Gefahrenquellen … Die Noxen können in Form von … Stäuben … vorkommen …“  (S. 345, s. o.).
Also: Berücksichtigung der Asbest-Gesamtstaubexposition und nicht nur „Faserjahre“!

II
So called „COPD“
Tabakrauche als „Inhalationsnoxen“ wie beim Passivrauchen am Arbeitsplatz werden wie folgt behandelt:
„I. Gefahrenquellen…Die Noxen  können in Form von …Gasen, …oder Rauchen vorkommen…“ (S. 345, s. o.)

Aktuelles

„Eine Heilung ist für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) weiter nicht in Sicht.“
(- ara- Med. Trib. / CH / 22. 11. 2013)

Literaturhinweise

Brüske, I. et al.:
Chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung (COPD) durch Inhalation von anorganischen Stäuben am Arbeitsplatz
BMAS-Forschungsbericht 428, 2013 (Projektleiter: Prof. Wichmann)

Glowania, A.:
Die toxisch-irritative Rhinitis
In: Maronde, B.: Die wichtigsten Ursachen für Dauerschnupfen
Medical Tribune 38/2010, 4

Lorenz. A.:
Untersuchung der irritativen Wirkung von Braunkohlenflugasche auf den Atemtrakt von Kraftwerksbetreibern
Med. Diss., Rostock 1996

Miedinger, D. et al.:
Arbeitsplatz-assoziiertes Asthma: Abklärung, Diagnose und Management
Schweiz. Med. Forum, 910-917, 2012

Stresemann, E., Benz, M., Norpoth, K., Piekarski, C.:
Inhalative Tests mit nativen Arbeitsstoffen – Ein Leitfaden zur Gutachtendiagnostik.
Dustri, München 2004
Hinweis: Durchführung nur durch Doppelfachärzte (Arbeitsmedizin plus Pneumologie).

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeinmedizin, Arbeitsmedizin, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Immunologie, Pathologie, Pneumologie, Rehabilitationsmedizin, Toxikologie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.