Neurologie

 

Krankheitsbilder / 24 (!) BK-Nrn.:
Müsch, Berufskrankheiten, WVG 2006, S. 48-49 (Tabelle)

Weiterbildungsordnung (BÄK: MWBO i. d. F. v. 2008):
Anzeigepflichtige Berufskrankheiten finden keinerlei Erwähnung! (Begutachtungskompetenz?)

Aktuelles

Pestizide und Parkinson
3sat-Mediathek/28. Mai 2015 mit Beiträgen von Dr. med. Durner (CA Parkinson-Fachklinik in Ichenhausen) und RA Mehrgardt.

Neue Berufskrankheiten (Anlage 1 BKV)
21 13 Druckschädigung des Nervus medianus im Carpaltunnel (Carpaltunnel-Syndrom) durch repetitive manuelle Tätigkeiten mit Beugung und Streckung der Handgelenke, durch erhöhten Kraftaufwand der Hände oder durch Hand-Arm-Schwingungen
Wissenschaftliche Begründung

Gemeinsames Ministerialblatt /GMBl 2009, 27, 573-581
Cave
: Alleinige Schädigungen des N. medianus ohne morphologischen Nachweis des Vorliegens eines CTS können dieser neuen karpaltunnel-bedingten BK nicht entsprechen (vgl. „Ischialgie“ bei den BKV-Nrn. 21 08 und 21 10).

Neue Berufskrankheiten (§ 9 Abs. 2 SGB VII)
M. Parkinson (Vgl. X004):
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=48058
„Die berufliche Exposition mit den Lösungsmitteln Trichlorethen (TCE) und Tetrachlorethen (PCE) kann vermutlich einen Morbus Parkinson auslösen. Dies zeigt die Analyse eines US-amerikanischen Zwillingsregisters in den Annals of Neurology (2011; doi: 10.1002/ana.22629).“

Lösungsmittel können dauerhafte Hirnschäden hinterlassen
„Boston – Die intensive berufliche Exposition mit Lösungsmitteln hat bei Angestellten französischer Energiekonzerne kognitive Defizite hinterlassen, die in einer Studie in Neurology (2014; 82: 1716-1723) noch Jahre nach der Pensionierung nachweisbar waren.“
Deutsches Ärzteblatt, Mittwoch, 14. Mai 2014

Buchbesprechung von Axel Muttray:
Lotti, M., Bleecker, M. L. (Edit.):
Occupational Neurology
Elsevier, Edinburgh 2015
In: ErgoMed/Prakt. Arb. med. 1/2017, 38-39

Literaturhinweis

Schelosky, S.:
Risikofaktoren der Multiplen Sklerose angehen … auf Vitamin D achten
Medical Tribune „Special“: Neurologie/Psychiatrie, 9. Mai 2014
„Die Beobachtung, dass in einer Kohorte von US-Soldaten und in der „Women`s Health“ – Studie Frauen, die eine „Vitamin D“ – Supplementation erhielten, seltener an einer MS erkrankten … in Genf allen MS-Patienten zur „Vitamin D“ – Einnahme geraten werde.“
(Vgl. X002)

Triebig, G., Lehnert, G.:
Neurotoxikologie in der Arbeitsmedizin und Umweltmedizin
Gentner, Stuttgart 1998

Privatwirtschaftlicher Hinweis

"Keltican forte wird zur diätetischen Behandlung von Wirbelsäulen-Syndromen, Neuralgien und Polyneuropathien eingesetzt." Preisfrage: Warum fehlt ein Hinweis des Herstellers auf die entsprechenden Berufskrankheiten?

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