Dröger, J.:
Familiengeschichte rund ums Kraftwerk
Rheinische Post, NGZ vom 01.08.2026, D1 (Westdeutsche Zeitung)
Zu dem unter Literatur auf meiner Website aufgenommenen Artikel möchte ich folgende Erläuterungen bzw. Ergänzungen hinzufügen:
Mein Vater Franz Müsch war nach seiner Zeit als Pumpenwärter beim RWE-Frimmersdorf so angesehen, daß er zuletzt nicht nur als Betriebsmeister, sondern auch als langjähriger Betriebsratsvorsitzender seinen verdienten Ruhestand erreichte, diesen aber leider nicht lange überlebte.
Zu meiner Person möchte ich ergänzen, daß sich die Lehrwerkstatt während meiner Elektriker-Ausbildung in den Räumlichkeiten des damals bereits stillgelegten Kraftwerks 1 befand. Der gleichzeitige Besuch der Abendschule zur Erlangung der Fachschulreife ermöglichte mir den zweiten Bildungsweg mit dem Abitur am „legendären“ Erzbischöflichen Friedrich-Spee-Kolleg in Neuß abzuschließen.
Das Staatsexamen meines anschließenden Medizinstudiums in Bonn mußte ich leider wegen des Todes meines Vaters unterbrechen.
Neben meiner beschriebenen pneumologischen Facharztausbildung
(*) in Köln-Merheim möchte ich noch ergänzend unterstreichen, daß mein Lebensweg durch den Facharzt für Arbeitsmedizin (Kölner Uniinstitut für Arbeitsmedizin und Arbeitsmedizinisches Zentrum der RHEINBRAUN in Köln) bzgl. Berufskrankheiten bis heute besonders geprägt wird:
Nach meiner „Rheinbraun“-Doktorarbeit die zur Anerkennung der späteren Berufskrankheit (BK)-Nr. 21 10 Anlage 1 BKV (s. Literatur) führte und aufgrund meiner BK-Erfahrungen beim Staatlichen Gewerbearzt in Düsseldorf erhielt ich den Ruf als (Reg.-) Medizinaldirektor (MedDir) im Referat „Arbeitsmedizin“ beim Bundesarbeitsministerium (BMAS) in Bonn - um dort den Ärztlichen Sachverständigenbeirat „Berufskrankheiten“ zu übernehmen.
Damit verbunden war meine Mitarbeit in nationalen (Wehrmedizinischer Beirat, BMVg.) und supranationalen Gremien der UNO (ILO bzw. WHO) in Genf sowie auf EU-Ebene - insbesondere bei der langjährigen Erarbeitung der „Information notices on occupational diseases…“ der European Commission in Luxemburg (vgl. Literatur).
Und nach der Pensionierung arbeite ich immer noch, aber immer weniger für (Landes-) Sozialgerichte als BK-Gutachter nach §109 SGG, also nur auf Antrag von Berufskrankheiten-Opfern.
(*) Erfreulicherweise zeigt die amtliche Berufskrankheiten-Statistik des BMAS (s. Literatur) bzgl. der Todesfälle beim Pleuramesotheliom durch Asbest (BK-Nr. 41 05) inzwischen eine rückläufige Tendenz.
(Reg.-) MedDir a. D. Dr. F. H. Müsch
Facharzt für Arbeitsmedizin und Pneumologie
Arbeitsmedizinischer Berufskrankheiten-Berater
(und L-SG-Gutachter) – Schwerpkt.: Pneumologie