Arbeitsmedizin

einschließlich ASiG-Medizin (sog. “Betriebsmedizin”)

Quellbild anzeigenDr. Müsch: Arbeits- und Betriebsmediziner

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Gibt es noch

  • Betriebsmediziner, die ausschließlich in betriebsmedizinischen, d. h. nicht in arbeitsmedizinischen Einrichtungen ausgebildet wurden, oder gibt es sogar noch
  • Arbeitsmediziner, die als “Institutsmediziner” keine  betriebsärztliche Praxis “vor” Ort kennengelernt haben?

Preisfrage:

Dürfen “Arbeitsmedizinische Dienste” von Betriebsmedizinern geführt werden?

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Das arbeits- und betriebsmedizinische Tabuthema Nr. 1

B E R U F S K R A N K H E I T E N – T O D E S F Ä L L E

 

 

https://www.berufskrankheiten.de/wp-content/uploads/2018/09/AuA-0918-530-ff.pdf

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Aktuelles

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CICERO: Diesel Fahrverbote
„Das ist wie beim Hexenhammer im Mittelalter“
INTERVIEW MIT DIETER KÖHLER am 11. Oktober 2018
Leserbrief: MedDir a. D. Dr. Müsch| Fr, 12. Oktober 2018 – 00:43
Automobil-Abgase
Als pensionierter Pneumologe und Arbeitsmediziner schätze ich die Meinung des Herrn Kollegen Professor Köhler sehr und möchte anregen, die Automobilabgase in der Umwelt mit den Grenzwerten für inhalative Schadstoffe am Arbeitsplatz zu vergleichen. Ferner stellt sich mir die Frage, wie viele Bus-/Taxifahrer unter Bronchitis (so called “COPD”) und Bronchialkarzinom (vulgo: “Lungenkrebs”) als Berufskrankheit leiden?

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Müsch, F. H.:
Berufskrankheiten-Todesfälle – Anhaltendes Hochplateau seit 2005Bildergebnis für arbeit und arbeitsrecht 9/18Arbeit und Arbeitsrecht (AuA), 9/18, 530 ff.
Zitat: “Christina Berndt und Johannes Ludwig (…) Ihr Hauptvorwurf drückt aus, dass als „Herren des BK-Verfahrens“, die „Unfall“-Versicherungsträger (sog. Berufsgenossenschaften und andere „Unternehmerhaftpflicht“ – Versicherungsträger nach § 104 SGB VII) ein „System der Verharmlosung“ betreiben. Das lässt sich im vorliegenden Fall anhand der BK-Statistik eindrucksvoll bestätigen.”

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Johannes Ludwig.Prof. Dr. Johannes Ludwig
LogoHochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Recke, E.:
HAW-Rechercheprojekt greift Arbeitsmediziner an
FINK.Hamburg – 24. Juni 2018

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5. Februar 1918

Schneider, R.:
Berufskrankheiten: 160.000 Todesfälle pro Jahr in der EU
– Konferenz mit Laurent Vogel –
https://www.pressreader.com/luxembourg/tageblatt-luxembourg/20180205/281552291306245

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29. Januar 2018

Umstrittene EUGT-Studie des Institutes für Arbeits- und Sozialmedizin der RWTH Aachen (Universitätsklinikum)

Dir.: Prof. Kraus

Zitat: Worum gehrt es hier eigentlich? Es handelt sich um Beziehungen von Arbeitsmedizinern, insbesondere der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM) zur EUROPÄISCHEN FORSCHUNGSVEREINIGUNG FÜR UMWELT UND GESUNDHEIT IM TRANSPORTSEKTOR E. V. (EUGT 2012 – 2015):

Bildergebnis für (EUGT 2012 – 2015)

Vgl. G. Elsner (s. u.)

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Vorträge

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16. Kölner Gefahrstofftag
13. Dezember 2018, IHK Köln
«Berufskrebs – arbeitsbedingte Todesursache Nr. 1»
MedDir/OGMR a. D. Dr. Franz H. Müsch
https://www.thm.de/site/international/outgoing/2015-10-21-12-45-58/veranstaltungen/fachbereiche/871-16-koelner-gefahrstofftag.html

Müsch, F. H.:
Arbeits- und betriebsmedizinische Berufskrankheiten-Begutachtung
Regionalforum “Arbeitsmedizin” am 15./16. Juni 2018 in der DASA Dortmund
(Achtung: Der Vortrag am 16. 6. 2018, 12:30 Uhr mußte leider ausfallen – nehmen Sie bitte Vorlieb mit der dazugehörigen Datei!)

Sächsischer Betriebsärztetag 2014 in Dresden
Die aktuelle Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)
Rita Janning, Leiterin des Referats IIIb1 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Hinweis: Berufskrankheiten-Prävention wird nicht ausdrücklich angesprochen!

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Publikationen

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Elsner, G.:
Wie entsteht ein Hype? Zum Problem der Experimente mit Stickstoffoxid
Gesundheit braucht Politik, 2/2018, 5-7
(Aktueller Artikel zur EUGT/DGAUM-Problematik (s. o.), allerdings mit anti-alphabetischem Literaturverzeichnis/AALV!)

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Bildergebnis für müsch begutachtung asuMüsch, F. H.:
Berufskrankheiten-Begutachtung (EDITORIAL)
Arbeitsmedizin…(ASU), 539-540, 2015
(Zitat: “Obwohl es sich bei Berufskrankheiten (BK) um gesetzlich „bezeichnete“ Versicherungsfälle handelt, gibt es keine behördlichen Vorgaben zur Begutachtung. Weder das Bundesarbeitsministerium (Sozialgesetzbuch VII, BKV etc.) noch das Bundesgesundheitsministerium (z. B. Ärztliche Weiterbildungsordnung etc.) …”)

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FORUM

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GesundheitsWirtschaft – Ausgabe 1/2013

Bildergebnis für gesundheitswirtschaft müsch Briefe an die Redaktion, hier: Otto Blome

“Die couragierten Ausführungen von Dr. Franz H. Müsch in Ausgabe 5/2012 greifen Tabus auf, die Insidern hinreichend bekannt sind, jedoch in der Öffentlichkeit, den Medien und der Politik leider nicht die notwendige Beachtung finden. Dass Berufskrankheiten die Achillesferse der gesetzlichen Unfallversicherung und damit des gesamten Sozialversicherungssystems sind, ist in der Fachwelt völlig unbestritten. Unstrittig ist auch, dass jede Berufskrankheit…”

Bildergebnis für ASiG-Medizin (sog. “Betriebsmedizin”) müschOtto Blome
Informationsmanagement für arbeitsbedingte Erkrankungen und Berufskrankheiten, Köln

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Angermaier, M.:
Tabu oder Bärendienst – Für oder gegen die versicherten Beschäftigten?
Vom “Tabu mit Todesfolge“…zum “Thema verfehlt”…Otto Blome…
http://www.forum-bg.de/tabu_oder_barendienst_-_fur_oder_gegen_die_versich.html
Zitat: “…Otto Blome auf den Beitrag von Dr. Kranig …”

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Arbeitsmedizin – quo vadis?

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1. Station: Abspaltung der klinischen Arbeitsmedizin

Quellbild anzeigenBd. 2: “Berufskrankheiten“, 1985

Das Ausmaß der hierzulande vollzogenen arbeitsmedizinischen Selbstbeschränkung auf “Prävention” (unter Vermeidung von Formulierungen wie z. B. “Berufskrankheiten – Todesfall – Prävention”) veranschaulicht am besten die Tatsache, daß der 2. Band “Berufskrankheiten” des früheren Standardwerks “Arbeitsmedizin” keine 4. Auflage erlebte!
Arbeits- und Betriebsmediziner kommen folgerichtig ohne “Kassenzulassung” (KBV) daher, d. h. sie können sich auch nicht Ärzte nennen, da sie keine Patienten sondern nur Versicherte, Mitarbeiter u. dgl. betreuen! (Ausnahme: Privatpatienten)

2. Station: Auflösung des Referates “Arbeitsmedizin” im BMAS-“Berufskrankheiten”-Bundesministerium (SPD-Arbeitsminister)

Fortsetzung folgt!

X. Station: Präventionsversagen

Arbeitsbedingte Todesfälle – Stand 2016 (BMAS):

Arbeitsunfall-Todesfälle                     N =     557 †
Arbeitswegeunfall-Todesfälle            N =     316 †
Berufskrankheiten-Todesfälle N = 2.576 †

XI. Station: Kooperation mit der Rechtsmedizin

Mit Toten gewinnt man keine Wahlen (Müsch, AuA, 353-355, 6/15):
Zitat: “Konsequenterweise sollten Rechtsmediziner sogar in den Ärztlichen Sachverständigenbeirat „Berufskrankheiten“ des BMAS berufen werden!”
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